CHECKLISTE für ERBEN im STERBENSFALL!

Am 23. Mai 2014, in Aktuelles, von Prof. Dr. Dr. h.c. Franz J. Herrmann

Diese Liste ist für die Angehörigen gedacht. Sie zeigt ihnen, was im Todesfall besonders dringend erledigt werden soll. Nach Abwicklung der klassischen Formalitäten, d. h. der Benachrichtigung eines Arztes oder Ärztin, eines Beerdigungsinstitutes, Anzeige des Todes beim Standesamt – spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag! usw. empfiehlt es sich, schon bald mit der Suche nach einem etwaigen Testament zu beginnen. Dieses Testament könnte auch Hinweise enthalten, wo und wie die verstorbene Person bestattet werden möchte. Jedes aufgefundene Testament muss beim Nachlassgericht – Amtsgericht; in Baden-Württemberg – Notariat, abgeliefert werden.

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   Testament
   Das abgelieferte oder das in amtlicher
   Verwahrung befindliche Testament
   wird vom Nachlassgericht eröffnet,
   und die Erben werden benachrichtigt.
   Die Kosten einer angemessenen
   Beisetzung haben die Erben zu tragen.

   Ausstellung eines Totenscheins -
   Erfolgt durch den behandelnden Arzt
   bzw. durch den Notarzt oder durch

das Krankenhausbüro. Bei Unfalltod – Benachrichtigung des nächsten Polizeireviers.

Benachrichtigung des Standesamts – Spätestens am ersten Werktag nach dem Todestag. Zur Ausstellung der Sterbeurkunde – mehrfach – werden gebraucht …

Totenschein
Personalausweis des Verstorbenen
Stammbuch oder Geburts- und Heiratsurkunde des Verstorbenen

Auftrag an ein Bestattungsinstitut – Für die Besorgung einer Grabstelle und für die Festlegung von Termin und Ausführung der Trauerfeier sind diese Papiere erforderlich …

Sterbeurkunde
Familienpapiere
Grabbrief

Benachrichtigung der zuständigen Kirche – Für die Bestellung eines Pastors bzw. Pfarrers braucht man …

Sterbeurkunde
Taufschein – falls vorhanden

Benachrichtigung des Arbeitgebers – Vollständige Personalpapiere sind abzuholen wie Lohnsteuerkarte, Versicherungsheft der Rentenversicherung usw. Über noch bestehende Ansprüche sowie über Sozialleistungen und betriebliche Altersversorgungen müssen Erkundigungen eingezogen werden.

Beantragung eines Erbscheins – Das Nachlassgericht benötigt hierzu folgende Papiere …

Sterbeurkunde
Geburtsurkunde
Heiratsurkunde
Ggf. Testament

Sonstige Benachrichtigungen – Diese Institutionen sollen unverzüglich benachrichtigt werden …

Versicherungen
Geldinstitute
Gesetzliche Rentenversicherung
Gesetzliche Krankenversicherung
Ggf. Berufsgenossenschaften
Ggf. Dienstbehörden

Steuerberater, Rechtsanwalt bzw. Notar einschalten – Noch einfacher den Verein – Rund ums Erben e.V. fragen – sie kümmern sich vorbildlich um alle Details.

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18 Responses to CHECKLISTE für ERBEN im STERBENSFALL!

  1. Reinhold von Bessing - 2. Vorstand von BDS-Verbraucherschutz sagt:

    Wenn ein Mensch gestorben ist, gibt es viel zu regeln. Dazu kommt, dass der Verlust ein schwerer Einschnitt ist, der emotional stark belastet.

    In dieser Situation die Übersicht zu behalten und einen klaren Kopf zu wahren, fällt schwer.

    Bereits in den ersten 24 Stunden stehen für die Hinterbliebenen vielfältige Aufgaben wie die Benachrichtigung von Verwandten und Freunden an.

    Da ist es gut, wenn man Experten an der Hand hat, wie die hier im Verein.

  2. Finanzfachwirtin Dr. h.c. Manuela Lindl sagt:

    Die BLOG-Redakteure sagen Danke, dass Sie diese Seite angesehen haben und freuen sich über Ihre Anregungen zu diesem Thema.

  3. COO Paula Schön sagt:

    Banken sind verpflichtet, innerhalb eines Monats nach Bekanntwerden des Todesfalls eine Meldung an das zuständige Finanzamt abzugeben.

    Die bei der Bank geführten Konten und Guthaben des Verstorbenen werden gemeldet, wenn die Vermögenswerte des Verstorbenen am Todestag – Tagesanfangssaldo – 5.000 EUR übersteigen, einschließlich aufgelaufener Zinsen bis zum Todestag.

    • Private Banker Olaf König sagt:

      Frau Schön, guten Abend,

      das ist richtig, was Sie schreiben. Gleichzeitig erfolgt die Meldung für Konten, für die ein Vertrag zu Gunsten Dritter abgeschlossen wurde.

      Bei Gemeinschaftskonten wird das Gesamtguthaben, bei Wertpapierdepots der Kurswert zur Berechnung der Guthaben herangezogen.

      Grundsätzlich besteht eine Meldepflicht, wenn Schließfächer vorhanden sind. Erben können eine Durchschrift dieser Meldung erhalten.

  4. Dr. med. Dr. dent. Justus Wald sagt:

    TRUST-Family-Office, hier treffen Sie das Who is Who der Branche.

    In Zusammenarbeit mit dem Verein bzw. den besten Spezialisten aus allen Bereichen und das weltweit, brauchen die Mandanten nie mehr Klinken putzen gehen.

    Hier sind sie schon in den besten Händen.

  5. Elisabeth Förg sagt:

    Haben Sie vielen Dank für diese Auflistung. Ein Ablebensfall ist schlimm genug; da wird schnell etwas vergessen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine PDF-Checkliste gut ankommen würde.

  6. Ursula Graber sagt:

    Man sagt, für die Totenfürsorge bzw. Bestattung sind die nächsten Angehörigen zuständig. Sie sollen die Bestattung regeln und dabei die persönlichen Vorstellungen des Verstorbenen berücksichtigen. Wer in diesem Fall sind die “nächsten Angehörigen”?

    Laut Gesetz ist der überlebende Ehepartner, falls der Verstorbene nicht – mehr – verheiratet war, die Kinder, falls weder Ehepartner noch Kinder existieren, die Eltern des Verstorbenen und die Geschwister, die nächsten Angehörigen.

    Diese entscheiden die Bestattungsart – Erd- oder Feuerbestattung, Friedhof, Grabstätte – Familien-, Wahl-, Reihen-, Gemeinschafts-, Wandgrabstätte – und können ebenfalls die Trauerfeier gestalten, eine Todesanzeige veröffentlichen, eine Bewirtung der Trauergäste organisieren, … hierzu informiere ich mich immer beim Financial-Personal-TrainerIn. Sie haben in allen Bereichen Zugang zu Experten.

  7. Simone Reitter sagt:

    Sehr interessante Tipps, wo das ein oder andere immer wieder vergessen wird.

    Zu beachten ist ausserdem, wenn der Verstorbene alleinstehend war – die Elektrogeräte des Verstorbenen ausschalten und alle Stecker – von Wasserkocher, Mikrowelle, Fernseher, … – ziehen, um keinen Strom zu verbrauchen. Den Kühlschrank und die Spülmaschine leeren und ausschalten, die Wasserhähne für Waschmaschine und Spülmaschine schließen.

    Die Wohnung ausreichend lüften, damit kein Schimmel entsteht, … und vieles mehr.

    Meine Erbschafts-, sowie Finanzplanung habe ich mit den Financial-Personal-TrainerInnen erstellt – wo alles von A bis Z berücksichtigt wird. So wird auch an alles gedacht.

  8. Christof Yanek sagt:

    Es gibt verschiedene Bestattungsarten – die Erdbestattung, die Feuerbestattung sowie eine Seebestattung. Durch persönliche Überzeugungen, religiöse Motive und Lebenseinstellungen wird die Wahl der Bestattungsart bestimmt. Zu diesem Thema habe ich mich an den Verein gewidmet.

    http://erben-bayern.de/letzten-dinge/

  9. Reinhold von Bessing - 2. Vorstand von BDS-Verbraucherschutz sagt:

    “Was er ist und was er war, das wird uns erst beim Abschied klar!”

    Wer sein Lebenswerk vollkommen macht, durch den für alle Beteiligte optimalen Nachlass, der bleibt lange bei seiner Familie in guter Erinnerung.

    Wir vom VDS-Verbraucherschutz e.V. empfehlen die TRUST-Financial-Personal-TrainerInnen und das Netzwerk.

  10. Sebastian Gruber sagt:

    Hervorragend – vielen Dank für diesen Artikel, Herr Prof. Herrmann.

    Im Ablebensfall eines geliebten Menschen hat man so viele Dinge im Kopf, dass häufig etwas vergessen wird.

    Mit dieser Auflistung helfen Sie vielen Menschen! Danke!

  11. Lisa von Block sagt:

    Wer vorsorgt, kann seinen Angehörigen die bürokratische Akte nach seinem Tod enorm erleichtern.

    Am besten stellt man seine Vermögensverhältnisse klar und richtet einen Ordner ein mit allen wichtigen Unterlagen von Bankpapieren über Versicherungspolicen bis zum Testament, raten Finanzexperten Prof. Herrmann, bei dem VDS-Verbraucherschutz und Dr. Buchberger von der TRUST-Gruppe.

  12. Richard Roble sagt:

    Gemäß § 28 PStG muss der Tod eines Menschen dem Standesamt, in dessen Zuständigkeitsbereich er gestorben ist, von Haushaltsmitgliedern oder Personen, spätestens am dritten auf den Tod folgenden Werktag angezeigt werden.

    Denn im Wege der Universalsukzession gehen im Zeitpunkt des Todes auf den Erben bzw. die Erbengemeinschaft alle Rechte und Pflichten des Erblassers über.

    Vor Kurzem hatte ich einen Todesfall in der Familie. Gut, dass ich Mitglied im Erben-Verein bin und immer wichtige Informationen aus erster Hand bekomme. Sonst wüsste ich in diesem Augenblick nicht, was ich machen sollte.

  13. Verena Hübl sagt:

    Das ErbStG – Erbschaftsteuergesetz – regelt eine der größten Einschränkungen des Bankgeheimnisses. Seit 1919 melden Kreditinstitute und Versicherungen dem Finanzamt sämtliche Vermögensgegenstände des Erblassers am Todestag.

    Die Meldepflicht gilt für – Kontoguthaben, Spareinlagen, Wertpapierdepots, Schließfächer, Lebensversicherungssummen, Sterbefallversicherungen, Verträge zu Gunsten Dritter auf den Todesfall, Bausparverträge und Umschreibungen von Namensaktien. Finanzen sind ein sehr sensibles Geschäft. Ohne professionelle Hilfe ist eine ordentliche Vermögensverwaltung in der heutigen Zeit schwer möglich.

    Dank dem Verein habe ich Frau Dr. Lindl, Financial-Personal-Trainerin der TRUST kennengelernt. Seitdem sind meine Finanz- und Erbschaftsangelegenheiten bestens geregelt.

  14. Marie Solzerhahn sagt:

    Deutschland steht vor der größten Erbwelle. Es ist wichtig, zu Lebzeiten vorzusorgen, um eine geordnete Übertragung zu gewährleisten.

    Unübersichtlichkeit führt zu einer Orientierungslosigkeit. Hinzu kommt das nicht oder nur sehr gering ausgeprägte Bewusstsein für die Notwendigkeit einer langfristigen, auf die individuellen Ziele abgestimmten Strategie.

    Frau D. Lindl, danke, dass Sie gemeinsam mit meinem Mann und mir die Unterlagen sowie Planungen durchgegangen sind. Mit der Zeit übersieht man einiges. Ohne einen kompetenten Fachberater ist man verloren.

  15. Sven Türpel sagt:

    Sie haben jetzt die Checkliste durch. Was wenn man als Nachlassempfänger die Wohnung des Verstorbenen nicht übernehmen möchte? Dieser hat die Möglichkeit, die Wohnung innerhalb eines Monats zu kündigen. Nach der gesetzlichen Frist von 3 Monaten wird die Wohnung an den Vermieter übergeben.

    Im § 580 BGB – Außerordentliche Kündigung bei Tod des Mieters – steht geschrieben – “Stirbt der Mieter, so ist sowohl der Erbe als auch der Vermieter berechtigt, das Mietverhältnis innerhalb eines Monats, nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben, außerordentlich mit der gesetzlichen Frist zu kündigen.”

  16. Ines Saal sagt:

    Ein Schicksalsschlag trifft mal jeden – Wichtig ist dann, alle Behördengänge zu erledigen und die Bestattung des Verstorbenen zu organisieren.

    Der Tod eines Menschen muss bei der zuständigen Stelle, in dessen Zuständigkeitsbereich er gestorben ist, angezeigt werden.

    Jede Person, die mit dem Verstorbenen in häuslicher Gemeinschaft gelebt hat, die Person, in deren Wohnung sich der Sterbefall ereignet hat, jede Person, die bei dem Tod zugegen war oder von dem Sterbefall aus eigenem Wissen unterrichtet ist, sind verpflichtet, zur Anzeige eines Sterbefalles.

  17. Univ.-Prof. Lukas Vogele sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser,

    mit Margarete Ottmann aus Neukirchen ist die älteste Bayerin im Alter von 111 Jahren gestorben.

    Das Geheimnis ihrer Mobilität im hohen Alter hat sie damit erklärt, dass sie - “jeden Tag mindestens 500 Schritte” geht und fast alles selber macht.

    Wie halten Sie sich fit?

    Ich wünschen Ihnen allen viel Spaß beim Lesen des ERBEN und VERERBEN-Blogs.

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